Häufig gestellte Fragen zur Prüfungsstrategie

Die Steuerberaterprüfung ist eine der schwersten Berufszugangsprüfungen. Eine solide und gut durchdachte Vorbereitung ist unerlässlich. Informieren Sie sich hier zu den häufigsten Fragen rund um die richtige Prüfungsstrategie.

  • Warum ist die Steuerberaterprüfung so schwer?
  • Wie sollte ich mich auf die Prüfung vorbereiten?
  • Was ist eine Prüfungsstrategie?
  • Lieber eine lange, ausführliche oder kurze, intensive Vorbereitung?
  • Welche persönlichen Voraussetzungen muss ich mitbringen?
  • Was sollte ich in der Vorbereitungszeit vermeiden?
  • Welche Phasen in der Vorbereitung gibt es?
  • Wie viel Zeit muss ich wann investieren?
  • Warum sind Klausuren so wichtig?
  • Wann sollte ich mit den Klausuren anfangen?
  • Wie bearbeite ich die Klausuren richtig?
  • Was mache ich, wenn ich mit dem Lernen und Klausurenschreiben nicht hinterherkomme?
  • Ein Anbieter oder mehrere?

 

Warum ist die Steuerberaterprüfung so schwer?

Die Prüfung ist so anspruchsvoll, weil der abgefragte Stoff sehr umfangreich ist und dieser nicht einfach nur abgefragt, sondern in Form von Klausurfällen geprüft wird. Damit müssen Sie sich nicht nur das fachliche Wissen aneignen, sondern dieses auch fallbezogen anwenden können. Dafür müssen Sie eine Klausurtechnik entwickeln und das braucht viel Übung und Zeit.

Da sie oft „nebenher“ arbeiten müssen und/oder eine Familie haben, sind viele Teilnehmer zudem zeitlich stark eingeschränkt.

 

Wie sollte ich mich auf die Prüfung vorbereiten?

Die Steuerberaterprüfung hat ein sehr hohes Niveau, für welches die Finanzbeamten drei Jahre in Vollzeit ausgebildet werden. Diese Aussage soll Sie nicht abschrecken, da bereits sehr viele Teilnehmer die Prüfung unter den gleichen Bedingungen bestanden haben wie Sie. Sie soll vielmehr verdeutlichen, dass Sie die Prüfung nicht einfach nur nebenbei bestehen können.

Wenn Sie Ihr Ziel erreichen wollen, dann müssen Sie sich von Anfang an zielgerichtet vorbereiten. Das bedeutet, sich im ersten Drittel der Vorbereitungszeit das theoretische Basiswissen anzueignen und dieses dann in den letzten beiden Dritteln durch Klausurarbeit zu vertiefen. Sie benötigen das fachliche Wissen, aber die Prüfung ist eine Klausur und diese muss geübt werden.

 

Was ist eine Prüfungsstrategie?

Eine Prüfungsstrategie ist ein Plan, der zeigt, wie Sie die Prüfung bestehen wollen. Sie beantwortet Fragen wie: Wie viel Lernzeit steht mir zur Verfügung? Wie setze ich diese effektiv um? Was will/muss ich wann erreichen? Welche nicht-fachlichen Anforderungen stellt diese Prüfung an mich und wie begegne ich diesen? Wie kann ich den umfangreichen Prüfungsstoff wiederholen? Wie setze ich meine fachlichen Fähigkeiten so ein, dass ich die Prüfung bestehe?

Bei der Beantwortung dieser Fragen sind wir Ihnen sehr gerne behilflich! Stellen Sie uns Ihre Fragen unter: pruefungsstrategie@knoll-steuer.com

 

Lieber eine lange, ausführliche oder kurze, intensive Vorbereitung?

Da der Prüfungsstoff sehr umfangreich ist, empfehlen wir eine längere Vorbereitungszeit. Die durchschnittliche Vorbereitungszeit der Teilnehmer liegt bei circa 15 bis 18 Monaten. Damit geben Sie sich auch die Chance, dass der Prüfungsstoff und auch Ihre Klausurtechnik „reifen“ können. Dies ist für die meisten Teilnehmer essenziell für das Bestehen der Steuerberaterprüfung. Unsere Erfahrung zeigt: Sie erreichen mit konsequenten kleinen Schritten über einen längeren Zeitraum mehr als mit einer kurzen und intensiven Vorbereitungsphase. Gehen Sie bei Ihrer Planung von Ihren bisherigen Lernerfahrungen, Ihren zeitlichen Möglichkeiten und einem großen Stoffumfang aus. Bedenken Sie dabei auch: Bei einer zu langen Vorbereitungszeit drohen eine sinkende Motivation und eine nachlassende Energie in der Zeit, in der es wirklich darauf ankommt – in der Prüfung.

 

Welche persönlichen Voraussetzungen muss ich mitbringen?

Sie sollten ein steuerrechtliches Grundverständnis und ein ausgeprägtes Interesse für die Materie mitbringen, welches Ihnen die Erarbeitung des Wissens erleichtert. Zudem sollten Sie in der Lage sein, sich langfristig auf ein Ziel zu konzentrieren und dieses von Anfang an konsequent zu verfolgen. Dies schließt auch den positiven Umgang mit negativen Lernerlebnissen mit ein, da die Vorbereitung sehr fordernd ist. Deshalb ist es sehr hilfreich, wenn Sie sich vorher verdeutlichen, warum Sie Steuerberater/-in werden wollen und warum es sich lohnen wird, auch schwierige Lernphasen zu überstehen.

 

Was sollte ich in der Vorbereitungszeit vermeiden?

Die Vorbereitungszeit verlangt Ihnen sehr viel ab. Vor allem die zeitliche Belastung steht für die meisten Teilnehmer im Vordergrund. Deshalb sollten Sie zeitintensive Aktivitäten vor der Vorbereitung abschließen oder für die Zeit nach der bestandenen Prüfung einplanen. Dies können ein Hausbau oder auch andere fordernde Aktivitäten sein.

 

Welche Phasen in der Vorbereitung gibt es?

Grundsätzlich sehen wir zwei Phasen in der Prüfungsvorbereitung: die Wissensvermittlung und die Klausurarbeit. Die Wissensvermittlung steht am Anfang und Sie knüpfen bei dieser ein Wissensnetz, welches im weiteren Verlauf immer komplexer wird. Vertiefen Sie die Theorie bereits durch unsere integrierten Übungen. Nach spätestens einem halben Jahr sollten Sie in die ersten Klausuren einsteigen. Damit bleibt Ihnen circa ein Jahr bis zur Prüfung und damit ausreichend Zeit für die Entwicklung Ihrer Klausurtechnik. Die Klausurarbeit wird Ihr Wissensnetz weiter ausbauen und Ihnen die notwendige Sicherheit für die Prüfung geben.

 

Wie viel Zeit muss ich wann investieren?

Sie müssen sich von Anfang an konsequent Zeit zum Lernen nehmen. Wir empfehlen Ihnen in der berufsbegleitenden Phase eine wöchentliche Lernzeit von 10 bis 15 Stunden. Anfänglich, um sich die Theorie zu erarbeiten und mit Übungen zu vertiefen. Später, damit Sie die Klausuren schreiben und nacharbeiten können. In einer Freistellungsphase erhöht sich die Lernzeit dann entsprechend auf eine Vollzeittätigkeit.

 

Warum sind Klausuren so wichtig?

Die Prüfung ist eine Klausur und diese müssen Sie üben. Die Klausur verlangt Ihnen mehr Fertigkeiten ab als eine reine Wissensabfrage. Sie müssen Ihr Wissen fallbezogen anwenden können. Planen Sie deshalb genügend Zeit für die Entwicklung einer Klausurtechnik ein.

 

Wann sollte ich mit den Klausuren anfangen?

Zur Entwicklung der richtigen Klausurtechnik sollten Sie rechtzeitig mit der Klausurarbeit beginnen. Wir bieten Ihnen daher bereits in der Phase der theoretischen Vorbereitung mit unserem Klausurenvorbereitungskurs eine Vertiefung an. Wir empfehlen Ihnen, dann spätestens sechs bis neun Monate vor der Prüfung mit den Klausuren zu beginnen.

 

Wie bearbeite ich die Klausuren richtig?

Die Klausurarbeit beginnt mit dem Schreiben der Klausur. Sehen Sie dies bereits als erste Prüfungssimulation an und testen Sie Ihr persönliches Vorgehen in der Prüfung. Am Anfang sollten Sie Ihre Klausuren unabhängig von der Zeit bearbeiten. Circa vier Monate vor der Prüfung sollten Sie dann immer deutlicher auf die Einhaltung der Klausurzeit achten.

Das Wichtigste ist aber die Klausurnachbearbeitung! Sie müssen wissen, was Sie bereits sehr gut konnten und was Sie noch verbessern müssen. Wenn Sie Ihre Klausuren nicht nachbereiten, werden Sie sich um wichtige Lernerfahrungen und vermutlich auch um den Prüfungserfolg bringen. Hierfür müssen Sie neben der Schreibzeit nochmals mit mindestens vier Stunden rechnen. Lieber eine Klausur mehr nacharbeiten als eine neue schreiben!

 

Was mache ich, wenn ich mit dem Lernen und Klausurenschreiben nicht hinterherkomme?

Priorisieren Sie! Wenn Sie es nicht schaffen, den gesamten Lehrbrief in voller Tiefe zu bearbeiten, dann verschaffen Sie sich zumindest einen Überblick über das Thema. Wenn Sie vorübergehend weniger Zeit für die Klausuren aufbringen können, dann lassen Sie besser eine Klausur aus und bereiten dafür eine bereits bearbeitete Klausur nach.

 

Ein Anbieter oder mehrere?

Unser gesamtes Ausbildungsprogramm ist fachlich und methodisch-didaktisch aufeinander aufgebaut. Allerdings können wir nicht in jedem Kursabschnitt alle Themen vermitteln. Dies ist durch die große Themenvielfalt der Steuerberaterprüfung bedingt. Auch bei unseren Wettbewerbern wird dies der Fall sein. Wenn Sie für jeden Kurs von einem Anbieter zum nächsten gehen, dann besteht die Gefahr, dass die Anbieter die jeweiligen Schwerpunkte in ihrem Ausbildungsprogramm anders setzen und Sie so wichtigen Prüfungsstoff nicht oder doppelt erhalten. Wir empfehlen Ihnen daher, einen Hauptanbieter zu wählen und diesen ggf. durch einen zweiten Anbieter zu ergänzen.

 

Sehr gerne beraten wir Sie beim Aufbau der für Sie richtigen Kurse. Rufen Sie uns an unter 089 / 89 11 44 - 0 oder
schreiben Sie eine E-Mail an: zentrale@knoll-steuer.com