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Bis 30.04. muss Ihr Zulassungsantrag bei der Steuerberaterkammer sein!

Informieren Sie sich unbedingt vorab, welche Anforderungen Ihre Kammer für die Zulassung stellt.

Allgemein gilt:

  • Der Zulassungsantrag ist in der Regel bis 30.04. des Jahres der schriftlichen Prüfung zu stellen. Bei den meisten Kammern wahrt der Zahlungseingang die Frist.
  • Die Steuerberaterkammer Münchnen hat zusätzlich eine Ausfüllhilfe. Diese kann auch für das Ausfüllen von Anträgen anderer Kammern hilfreich sein. Beachten Sie aber, dass die Kammern grundsätzlich unabhängig voneinander sind.
  • Die Gebühr für den Zulassungsantrag ist bei Antragsstellung zu begleichen.

Gebühren für Zulassungsantrag und Prüfung sind grundsätzlich im StbG geregelt, die Kammer darf jedoch davon abweichen.

Die Webseiten der Steuerberaterkammern mit direktem Link zum Zulassungsantrag haben wir für Sie in einer Übersicht zusammengestellt. Diese beinhaltet auch Hinweise zu Gebühren und weiteren Merkblättern.

Download: Übersicht der der Steuerberaterkammern mit Links zu den Anträgen

Informationsvideo zur Zulassung zur Steuerberaterprüfung

Im Video haben wir die wichtigsten Punkte zur Zulassung für die Steuerberaterprüfung für Sie zusammengefasst.

Infovideos zu weiteren Themen rund um die Steuerberaterprüfung finden Sie hier.


Voraussetzungen für die Zulassung zur Steuerberaterprüfung

1. Vorbildungsvoraussetzungen nach § 36 Abs. 1 und 2 StBerG

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2. Praktische Tätigkeit

Außer den drei verschiedenen Ausbildungsqualifikationen des § 36 StBerG ist eine hauptberufliche praktische Tätigkeit auf dem Gebiet der von den Bundes- oder Landesfinanzbehörden verwalteten Steuern erforderlich, die nach Beendigung der jeweiligen Abschlußprüfung ausgeübt sein muss. Die berufspraktische Tätigkeit soll dazu dienen, die theoretisch erworbenen Kenntnisse in die Praxis umzusetzen, um eine gewisse spezifische Berufserfahrung zu gewinnen.

Als hauptberufliche Tätigkeit gilt eine Tätigkeit auf dem Gebiet der von den Bundes- oder Landesfinanzbehörden verwalteten Steuern, wenn sie nicht nebenberuflich ist und wenn sie außerdem den Hauptinhalt der Tätigkeit des Prüfungsbewerbers bildet, durch sie also Arbeitszeit und Arbeitskraft überwiegend beansprucht werden. Der Begriff "Tätigkeit auf dem Gebiet der von den Bundes- oder Landesfinanzbehörden verwalteten Steuern" wurde durch das 5. StBerändG vom 13.12.1990 eingeührt und nimmt Bezug auf den Anwendungsbereich des Steuerberatungsgesetzes (§ 1 StBerG). Dieser Begriff ist enger als der früher vom StBerG verwendete Begriff "Tätigkeit auf dem Gebiet des Steuerwesens". Nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung muss die hauptberufliche Tätigkeit im Kernbereich der Berufstätigkeit eines Steuerberaters ausgeübt werden.

Das Erfordernis der berufspraktischen Tätigkeit auf dem Gebiet der von den Bundes- oder Landesfinanzbehörden verwalteten Steuern dient dazu, nur solche Bewerber zur Steuerberaterprüfung zuzulassen und ggf. später als Steuerberater zu bestellen, die durch ihre berufsspezifische Erfahrung die Gewähr für eine sachgerechte und qualifizierte, selbständige Berufsausübung bieten. Deshalb kann grundsätzlich eine Tätigkeit nicht anerkannt werden, die nicht dem Kernbereich der Berufstätigkeit eines Steuerberaters zugerechnet werden kann. Dies gilt z.B. für die Tätigkeit als Kreditprüfer bei einer Bank oder als gewerblicher Buchführungshelfer.

Auf die für die Zulassung zur Steuerberaterprüfung erforderliche berufspraktische Tätigkeit kann grundsätzlich auch eine freiberufliche Tätigkeit auf dem Gebiet der von den Bundes- oder Landesfinanzbehörden verwalteten Steuern angerechnet werden.

Ein in freier Mitarbeit Tätiger darf nicht selbständig in dem Sinne sein, dass er eigenverantwortlich und weisungsunabhängig handelt. Die Anerkennung einer solchen Tätigkeit setzt voraus, dass der Steuerbrater als Auftraggeber die Tätigkeit (das Arbeitsergebnis) überwacht und hierfär im Außenverhältnis die Verantwortung übernimmt.

Auf die erforderlichen Tätigkeitszeiten anrechenbar sind die Zeit des Grundwehrdienstes und der Wehrübungen sowie des Zivildienstes, soweit dadurch bei der geforderten Tätigkeit eine Zeit von drei Jahren nicht unterschritten wird. Anrechenbar ist auch die Wehrdienstzeit als Soldat auf Zeit mit einer Verpflichtungsdauer von nicht mehr als zwei Jahren.

Anrechenbar sind die Zeiten des gesetzlichen Mutterschutzes, nicht jedoch der Elternzeit.

Zeiten, während denen der Prüfungsbewerber Lehrgänge absolviert, stellen keine berufspraktische Tätigkeit dar und sind deshalb nicht anrechenbar. Weiter sind nicht anrechenbar Tätigkeitsunterbrechungen durch Urlaub und Krankheit, die über den normalen Erholungsurlaub bzw. übliche Krankheitszeiten hinausgehen.

Eine Teilzeitbeschäftigung gilt als hauptberufliche Tätigkeit, wenn der Umfang der Tätigkeit auf dem Gebiet der von den Bundes- oder Landesfinanzbehörden verwalteten Steuern mindestens 16 Wochenstunden beträgt. Diese Tätigkeit hat auf dem Gebiet der von den Bundes- und Landesbehörden verwalteten Steuern (§ 36 Abs. 3 StBerG) zu erfolgen.

Erläuterung zu § 36 Abs. 3 StBerG (Tätigkeit "auf dem Gebiet der von den Bundes- und Landesfinanzbehörden verwalteten Steuern")

Eine derartige Tätigkeit ist gegeben, wenn Aufgaben wahrgenommen werden, die den Angehörigen der steuerberatenden Berufe vorbehalten sind (Kernbereich der Berufstätigkeit des Steuerberaters), z. B.:

  • Einrichtung der Buchführung (Finanz- und Lohnbuchhaltung)
  • Erstellung von Umsatzsteuervoranmeldungen,
  • Erstellung von Abschlüssen und Steuererklärungen.

Nicht ausreichend sind:

  • Führung von Büchern und Aufzeichnungen
  • Buchen der laufenden Geschäftsvorfälle
  • Fertigen der Lohnsteueranmeldungen

Praktische Vortätigkeiten in den Randgebieten des Steuerrechts, die dieses nur mittelbar berühren, reichen für die Zulassung zur Steuerberaterprüfung nicht aus. Dies gilt beispielsweise für eine Berufstätigkeit auf dem Gebiet der Betriebswirtschaft oder als Buchhalter, bei deren Erledigung steuerliche Fragen lediglich mit zu berücksichtigen sind. Auch eine Tätigkeit als Rechtsanwalt erfüllt nicht ohne weiteres die berufspraktische Voraussetzung für die Zulassung zur Prüfung.

Hat der Prüfungsbewerber Zweifel, ob und in wieweit die einzelnen Voraussetzungen für die Prüfungszulassung erfüllt sind, kann er gem. § 38a StBerG/§ 7 DVStB von der Zulassungsbehörde eine verbindliche Auskunft beantragen. Die Auskunft wird schriftlich erteilt. Es wird hierfür eine Gebühr von 75.- Euro erhoben. In dem Antrag auf Erteilung einer verbindlichen Auskunft sind die Angaben nach § 4 Abs.2 DVStB zu machen und die Anlagen nach § 4 Abs.3 DVStB beizufügen.

Muster Arbeitgeberbescheinigung

Die Steuerberaterkammer München hat ein Muster einer Arbeitgeberbescheinigung auf ihrer Webseite zur Verfügung gestellt. Sollten Sie mehrere Arbeitgeber gehabt haben, muss diese Bescheinigung entsprechend von mehreren Arbeitgebern ausgestellt werden, um die für Sie insgesamt notwendigen Jahre der berufspraktischen Tätigkeit mit mindestens 16 Wochenstunden nachweisen zu können.

Download Formulierungsvorschlag der Steuerberaterkammer München

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"Die Zulassung zur Steuerberaterprüfung"

Ein Beitrag von Professor Zugmaier, der die wichtigsten Fragen rund um das Thema „Zulassung zur Steuerberaterprüfung“ darstellt und mit einigen Praxisbeispielen Zulassungsprobleme aufgreift. (Mit freundlicher Genehmigung des NWB Verlags)

"Die Zulassung zur Steuerberaterprüfung"